Krankenkassen und Elektrotherapie - Krankenkasseninfos Stand 2010


Wie die Krankenkassen eine gute Therapie für Schmerzpatienten gegen die Wand fahren

(Vermutlich fahren Sie noch viel mehr gegen die Wand als die TENS-Therapie, aber hier ist es ganz augenscheinlich)

Bis vor etwa 6 Jahren war die TENS-Therapie, also die Verwendung elektrischer Impulse zur Linderung chronischer und akuter Schmerzen, geprägt von der ständigen Verbesserung der Geräte in Bezug auf Wirksamkeit, Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit. Zu der Zeit haben die Krankenkassen sowohl dem Arzt, der diese Therapieform seinem Patienten erklären, die Wirksamkeit austesten und dann verordnen musste, wie auch den Herstellern der Geräte, die diese Geräte in Umlauf bringen mussten, einen akzeptablen Preis gezahlt, der sich nach der Dauer richtete, während der Versicherte der Krankenkasse das Gerät benutzte. Das war fair, denn der Hersteller stellte auch die dafür notwendigen Verbrauchsmaterialien, Elektroden, Batterien usw. zur Verfügung.

Eine vernünftige Versorgung war gewährleistet, die Therapiemethode wurde durch klinische Studien belegt. Die große Wende zum Schlechteren leitete dann die Barmer Ersatzkasse ein, die eine sogenannte Fallkostenpauschale den Lieferanten aufzwang. Also einen festen Geldbetrag für eine Versorgung, unabhängig von der tatsächlichen Benutzung, unabhängig davon, was für ein Gerät zur Verfügung gestellt wurde und unabhängig davon, wie viel Verbrauchsmaterialien wie Elektroden, Batterien und anderem Service zur Verfügung gestellt werden musste.

Plötzlich verdiente nicht mehr der Hersteller das meiste Geld am Markt, dessen Geräte am besten halfen, der die besten Elektroden und den besten Service bot, sondern derjenige, der die billigsten Geräte, die billigsten Elektroden und den minimalsten Service bot. Das muss man sich folgendermaßen vorstellen: Der Hersteller bekommt einen festen Betrag für 2 Jahre. Gibt der Versicherte das Gerät vor dieser Zeit zurück, weil es nicht oder nicht mehr hilft, hat der Lieferant Geld verdient, denn er muss keine Verbrauchsmaterialien mehr zur Verfügung stellen, kann das Gerät erneut vermieten und kann die volle Fallkostenpauschale einstreichen.

Das führte dazu, dass die Geräte nicht mehr auf bessere Wirksamkeit hin verbessert wurden, sondern nur noch auf billigere Herstellung hin optimiert wurden. Dasselbe galt für das Elektrodenmaterial und noch mehr für den Service. Denn auch schlechter Service führt dazu, dass die Versicherten die Therapie beenden oder doch frühzeitiger beenden. Die vom Gesetz vorgeschriebenen sicherheitstechnischen Kontrollen wurden ganz unterlaufen.

Nachdem in Deutschland die Herstellung solcher Geräte nicht mehr verbilligt werden konnte, machten die asiatischen Geräte das Rennen, und nachdem auch dort nichts mehr nach unten ging, wurde die Technologie umgestellt, von der hochwirksamen und getesteten Impulstechnik stellt man um auf eine Art Schaltnetzteil, wo ein zweikanaliges Gerät mit einem, und noch dazu kleineren Transformator auskommt. Man war noch stolz darauf, denn die Geräte konnten flacher und kleiner gebaut und es konnte damit zusätzliches Material eingespart werden.

Den Krankenkassen war's recht, Hauptsache: es stand TENS auf den Geräten und es war billig. Die Preise für die Geräte waren mittlerweile auf unter 30 Euro gefallen, und die Discounter wie Aldi und Tchibo begannen, den Markt für sich zu entdecken. Wer aber erklärt dort den Versicherten, wie sie diese Geräte richtig anwenden, wo die Elektroden am Körper anbringen und vor allem -- wo nicht.

Um die Preise noch weiter nach unten zu drücken und diese hilfreiche und mit kaum Nebenwirkungen behaftete Therapie vollends aus den Arztpraxen zu entfernen, wurde das Verfahren der Ausschreibung angewendet. Hier kann dann jeder Hersteller bieten, um seine Billigstgeräte in den Markt zu geben.

Dies wird von den Krankenkassen favorisiert, es soll damit jede Verbindung zwischen Arzt und Lieferant zerstört werden, denn man vermutet auf Kassenseite dort Kungelei. Trotzdem sollen die Hersteller der Geräte die Ärzte weiterhin mit kostenlosen Probegeräten versorgen und kostenlos in den Gebrauch der Geräte einschulen.

Fazit:

Wenn man ein vernünftiges Gerät haben möchte, dann kauft man es im Shop bei TENSWELT.de, man erspart sich die Praxisgebühr, die Zuzahlung und die Diskussion mit der Krankenkasse, wie lange man es denn nutzen darf. Man leistet einen Sanierungsbeitrag für die Krankenkasse und hat ein eigenes Gerät, das immer zur Verfügung steht, wenn es mal schmerzt und kann, wenn man hat, die ganze Familie behandeln.